Unteroffiziersschule VI der Grenztruppen "Egon Schultz", Perleberg (Bez. Schwerin)

Vormals US VII von Mai 1971 bis April 1973 in Potsdam, später für kurze Zeit als US VI in Glöwen (hier folgte dann der Einzug des GAR-5) und dann folgend bis 1990 in Perleberg - 2910 Perleberg, Karl-Liebknecht-Straße, PF 18185, Siegelcodes 905 und 990

 

Der Ehrenname "Egon Schultz" wird der US-VI am 1. März 1974 verliehen.

 

Kommandeure: 

Oberst Fritz Rothe (1971-1982)

Generalmajor Walter Tanner (1982-1987)

Generalmajor Dr. Jürgen Reinholz (1987-1989)

Generalmajor Johannes Fritzsche (1989-1990) 

 

Bis 1971 erfolgen in den einzelenen GBr die Uffz.Ausbildungen in sogenannten Uffs.-Ausbildungsbataillonen (so z.B. in der GBr-5 am Standort des GR-24 in Salzwedel). Die Ausbildung von Berufsunteroffizieren für die Grenztruppen erfolgt sowohl an der Unteroffiziersschule der Grenztruppen (z.B. Nachrichten- , Pioniertruppen, Kfz-, Verpflegungs- sowie Medizinischer Dienst) als auch an entsprechenden Lehreinrichtungen der NVA und VM (z.B. Schiffsstammabteilungen, Nachrichten- , Pioniertruppen, chemische Abwehr, Kfz- und Panzerdienst). Die Uffz.-Anwärter der 6.GBK erhalten ihre Ausbildung an der US in Greifswald - später Stralsund. Der Ehrenname "Egon Schultz" wird der Uffz.-Schule am 01.03.1974 verliehen. Die jungen Berufsunteroffiziere für Grenzsicherung/ Ausbildung werden als Stellvertreter des Zugführers in Grenzsicherungseinheiten oder als 1. Gruppenführer/Ausbilder in Grenzausbildungseinheiten eingesetzt. Bei erfolgreicher Tätigkeit und Eignung war die Entwicklung zum Fähnrich, insbesondere als Grenzaufklärer oder Hauptfeldwebel, möglich. Des weiteren ist nach mehrjährigem Dienst der Einsatz in administrativen Dienststellen in Stäben möglich.   

Großsiegel des Stellvertretenden Leiter der Unteruffiziersschule VI in Perleberg, rechts nebenstehend ein  Adressstempel der Ausbildungsstätte. (Privatarchiv d. Verf.)

Heutiger Anlagenzustand am hofseitigen Zugang zum Hauptgebäude der GT-Unteroffziersschule in Perleberg August 2010. (Privatarchiv d. Verf.)

Ausschnitt der Schweriner Volkszeitung zur Vereidigungszeremonie der US VI am 24.05.1986 in Perleberg. Rechts daneben ein Handzettel für Besucher der Vereidigungveranstaltung mit Verhaltenshinweise. (Privatarchiv d. Verf.)  

  

Von 1966 1971 besteht in Schenkendorf die Ausbildungseinheit für Diensthundeführer der GT. Die Einheit übernimmt zunächst die Aufgaben der früheren Hundeschule der Deutschen Grenzpolizei in Bautzen. Ihre Aufgabe besteht in der Ausbildung von Diensthundeführern. An der Staatsgrenze zur BRD werden an unübersichtlichen Stellen sogenannte Hundelaufanlagen (HULA) eingerichtet, in denen abgerichtete Diensthunde eingesetzt wurden. Außerdem gibt es bei den GT Fährtenhunde und Meldehunde. Mit der Auflösung zum 15. Apr. 1971 werden die Aufgaben des Diensthundewesens durch die US VII in Potsdam übernommen. Der neue Standort für das Diensthundewesens ist in Potsdam-Sago gemeinsam mit dem zentralen Versorgungslager disloziert.


 

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